Windige Zeiten in Baesweiler

Von | August 9, 2025

Eine satirische Lokalglosse zu Anton Dinslaken in Baesweiler:

Baesweiler-West hat ein neues Wahrzeichen: Riesenventilatoren, 180 Meter hoch, die Tag und Nacht mit einem Geräusch arbeiten, das irgendwo zwischen Föhn auf Stufe 3 und startendem Düsenjet liegt. Die Stadt nennt das „Energiewende“. Anton Dinslaken nennt es „unser ganz persönlicher Soundtrack zum Untergang der Abendruhe“.

„Ich bin aus dem Urlaub gekommen und dachte, ich hätte versehentlich am Flughafen Düsseldorf eingecheckt“, berichtet Dinslaken. „Nur ohne Duty Free.“ Seine Nachbarn nicken zustimmend – zumindest die, die ihn noch hören können.

Neben dem Krach sorgt auch der sogenannte „Schattenwurf“ für Unmut. „Das ist wie ein Horrorfilm, in dem ständig ein riesiges Mühlrad durchs Wohnzimmer läuft“, sagt Dinslaken. „Und das Blinken! Nachts fühlt man sich wie auf einer Technoparty – nur dass der DJ fehlt.“

Die Bürgerinitiative „Baesweiler-West“ kämpft weiter für Lärmgrenzen, Schattenquoten und vielleicht ein bisschen Frieden fürs Trommelfell. Die Stadtverwaltung prüft. Und prüft. Und prüft. Bis dahin drehen sich die Rotorblätter fröhlich weiter – unbeeindruckt von Politik, Bürgerprotesten und dem leisen Wunsch nach Stille.

Passender Song dazu: The Cats – One Way Wind (1971).
https://youtu.be/WkOy4T3jRIY?si=TudXbgEfq17vCgEH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert